Geschichte

Zum ersten Mal wurde 1989 in Gais auf der Atzgraswiese eine Eisbahn erstellt. Martin Kradolfer war der „Gaiser Eismeister“ der ersten Stunde. Zusammen mit seiner Frau Judith und Reinhold Wick als einsame HelferInnen wurde der frisch gefallene Schnee mit Ski gestampft und mit Wasser durchtränkt. Danach wurde die Eisschicht Millimeter um Millimeter behutsam aufgebaut. Nach ca. einer Woche Eisaufbau konnte bei günstigen, sprich kalten und möglichst schneefallfreien Verhältnissen der Eisbahnbetrieb aufgenommen werden. Mit dem Eisaufbau war es dann aber noch nicht getan. Allnächtlich muss die Eisfläche mit Besen gereinigt, die Löcher geflickt und eine frische Schicht Eis aufgetragen werden. Die ganz kalten Nächte wurden zu Dauereinsätzen genutzt, stündlich wurde eine frische Schicht gefrierendes Wasser aufgetragen. Vom Schnee wurde die Eisbahn mit Schaufeln jeweils befreit. Da diese Arbeiten vielfach zu später Stunde oder gar in der Nacht ausgeführt wurden, waren die grossen Anstrengungen von Martin Kradolfer und seinem kleinen Helferteam kaum sichtbar. Sichtbar war hingegen die jeweils fast spiegelglatte Eisfläche am Morgen, die dann jeweils wieder zum schlittschuhlaufen einlud.

1995  / 96 wurde die Eisbahn von der Atzgraswiese auf den Hartplatz zwischen Schulhaus Dorf und Kindergarten Gaiserau gezügelt. Martin und Judith Kradolfer wurden ab der Saison 2000 / 01 neu auch von der Familie Zbinden unterstützt.

Wegweisend für die weitere Entwicklung der Eisbahn war die Saison 2003 / 04. Dank einem guten Winter konnte die Eisbahn an 33 Tagen betrieben werden. Nach und nach konnten neue Helfer gewonnen werden. Neuerdings konnte auch die Garderobe beim Kindergarten Gaiserau zum Umziehen benützt werden.

     Auch ohne Banden bereits mit vollem Eifer dabei (Saison 2003 / 04)

Natureisbahn Gais – bereits in der Saison 2003 / 04 ein Genuss

Im Sommer 2004 wurde mit Unterstützung der Gemeinde Gais von Franz Neuländner mit einer ausgeklügelten Konstruktion eine Bandenanlage für eine Eisbahn mit den Ausmassen von 40 x 20 m erstellt. Sämtliche Schaltafeln wurden unter der Leitung von Ernst Höhener in Fronarbeit weiss gestrichen. Auf privater Basis wurden vor der Saison gebrauchte Schlittschuhe von guter Qualität für die ganze Saison ausgemietet. Mehrere Gewerbetreibende und Firmen nutzten die Gelegenheit zur Bandenwerbung. Mit der neuen Bandenanlage konnte der Eisaufbau wesentlich vereinfacht werden. Der rote Hartplatz wurde mit einem weissen Vlies belegt und dann bei tiefen Temperaturen Schicht um Schicht gewässert. Am 12. Dezember 2004 konnte die neue Eisbahn eröffnet werden. Mit dem Saisonbeginn wurde die Homepage eisbahn-gais.ch aufgeschaltet. Die Homepage wird ebenfalls in Fronarbeit von Felix Kühne betreut. Erstmals war es in der Geschichte der Eisbahn Gais gelungen, eine Natureisbahn ohne Schnee zu erstellen.

Remo Waser und Milan Pfennich brachte der Gaiser Eishockeyjugend am Hockeykurs 2005 Tricks und Kniffs bei

Zum ersten Mal wurde auch ein Eishockeykurs unter der Leitung von Remo Waser, J+S-Leiter Eishockey, Leiter der Eislauf- und Hockeyschule St. Gallen sowie langjähriger NLB-Spieler des SC Herisau angeboten. Das Angebot wurde von 16 Buben genutzt. Ebenfalls zum ersten Mal wurde am Sonntag, 16. Januar 2005 ein Eishockey-Plauschturnier durchgeführt. Das Turnier konnte bei besten Bedingungen mit 36 Plausch-EishockeyspielerInnen abgehalten werden. Im Cafébarwagen wurden Getränke und einfache Speisen angeboten.

     Aufwärmen in der Cafébar, Austoben auf dem Eisfeld

 Plauschturnier Januar 2005; Einsatz total bei herrlichem Sonnenschein

    Eleganz und Vergnügen bei herrlichen Eissportverhältnissen (Dez. 2004)

    Tolle Stimmung beim Nachthockey (Dezember 2004)

Probehalber konnte von der Firma Züko Wetzikon die Eishobelmaschine „Curl-Star“ gemietet werden. Mit dieser Maschine konnte eine sensationelle Eisqualität erreicht werden.  Der Helferkreis wurde während der Saison immer grösser und so konnten die Eismeister der ersten Stunde – Martin und Judith Kradolfer – entlastet werden. Besonders zu erwähnen dabei Felix Glunk, welcher mit seiner privaten Schneefräse x- Male den Schnee auf der 800 m2 grossen Eisfläche räumte. Nach einer sehr guten Saison wurde der Betrieb am 9. März 2005 eingestellt.

Bereits am 23. November 2005 konnte die Saison 05 / 06 eröffnet werden. Neu stand eine kleine Eisputzmaschine zur Verfügung. Leider war die Maschine etwas störungsanfällig und konnte nicht immer wie gewünscht eingesetzt werden. Das Eiscafé wurde neu von Olga Schneider immer am Mittwochnachmittag, am Samstag und Sonntag professionell geführt. 24 Knaben nahmen an den wöchentlichen Eishockeykursen teil. Geleitet wurden die Kurse von Mario Haag, Ralph Kast, Jochen Schneider und Pius Neuländner. Saisonhöhepunkt war wiederum das Plauschturnier, dass bei kaltem, aber sonnigem Wetter am 15. Januar 2006 mit 52 TeilnehmerInnen abgehalten werden konnte. Sogar das Lokalfernsehen TVO berichtete über unser Turnier. Am 1. März 2006 ging eine lange und nicht mehr zu überbietende Eisbahnsaison zu Ende.

Die Saison 06 / 07 wurde am 20. Dezember 2006 eröffnet. Zum ersten Mal war unser Rapid Mondo, kombiniert als Schneefräse und Reinigungsmaschine im Einsatz. Diese neue Anschaffung, grosszügig unterstützt von der Gemeinde, Höhener Landmaschinen und vom Sport-Toto-Fonds, hat sich sehr bewährt. Zudem schenkte uns die Eisbahn Widnau, resp. Rolf Maurer eine Super-Abtrennungvorrichtung. Während den Weihnachtsferien konnten wir die Eisbahn optimal betreiben. Unten grau, oben blau, dazu grüne Wiesen, d.h. kein Schiwetter, bescherte uns während mehr als 10 Tagen einen regen Besuch aus nah und fern. Leider war dann die Saison auch schon mehr oder weniger vorbei, die Befürchtungen der Moutathaler Wetterfrösche traf leider ein, kein Schnee, Tauwetter während Januar und Februar, kein Eishockeyturnier, einfach sch…ade ! Es blieb als einziges die Vorfreude auf die Saison 07 / 08.

Und die Saison 07 / 08 konnte am 15. Dezember 2007 eröffnet werden. Traumhaft die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr, unten grau, in Gais aber blau, schön kalt, einfach ideal ! Es herrschte denn auch Hochbetrieb auf der Eisbahn. Auch immer mehr auswärtige Schlittschuhläufer kommen auf unsere Eisbahn. Leider war der Rest des Winters dann eher etwas zu mild und zu sonnig. Höhepunkt war aber wiederum das Eishockeyturnier, das nach 2005 und 2006 bereits zum dritten Mal am Sonntag, 13. Januar 2008 durchgeführt werden konnte. 46 Spieler und Spielerinnen wurden nach dem bewährten System mit Farmteams 12 Mannschaften zugelost. Da die Temperaturen zu hoch waren und es am Samstag noch geregnet hat, musste das Helferteam am Samstag und in der Nacht auf Sonntag durcharbeiten, um das Turnier am Sonntag zu retten. Die Uebung hat sich aber gelohnt und so konnte am Sonntag das Turnier bis nach dem Mittag gespielt werden. Die Eishockeykurse konnten während sechs Wochen durchgeführt werden, wobei die Eisqualität unterschiedlich war, während einer Woche wäre Wasserball die geeigntere Sportart gewesen.

Erfreulich, dass auch einmal Roger Nater vom SC Herisau den Jungs und Girls seine Kniffs und Tricks weitergab. Ab der zweiten Januarhälfte war es tagsüber immer zu mild und die Sonneneinstrahlung machte der Eisfläche immer mehr zu schaffen. Rufe nach einer Beschattungsanlage wurden laut, wer weiss, vielleicht wird auch diese Idee noch einmal umgesetzt ….

Die Saison 08 / 09 war einfach genial ! Bereits am 27. November 2008 konnte die Eisbahn zum ersten Mal benützt werden, bei fast durchwegs guten Eisverhältnissen im Dezember und Januar war die Eisbahn ausgezeichnet besucht. Im Februar türmten sich die Schneemassen ausserhalb der Bande meterhoch, der Betrieb wurde durch den vielen Schnee etwas eingeschränkt. Höhepunkt der Eisbahnsaison war wiederum das Hockeyturnier vom 10. und 11. Januar 2009. An diesem Anlass wurde dem Eisbahnteam der Kulturpreis 2008 der Gemeinde Gais durch Gemeindepräsident Ernst Koller verliehen. Welch grosse Ehre für unser Team ! Eine weitere Premiere an diesem grossen Tag für die Eisbahn Gais war der Auftritt der Eiskunstläuferin Nastassja Kiansky, welche mit Eleganz, Ausdruck, Charme und grossem technischen Können die vielen Zuschauerinnen und Zuschauer zu begeistern und entzücken wusste. Das Nastassja und ihre Familie die ausgezeichnete Eisqualität lobte, macht uns natürlich besonders stolz. Gais ist nicht nur ein Hockeydorf, auch im Eiskunstlaufen ist grosses Potenzial vorhanden.

Aber auch im Hockey ging nebst dem Plauschturnier die Post ab. Zum ersten Mal war die lizenzierte Moskitomannschaft der Eisbären bei uns zu Besuch. Die St. Galler Eisbären, an Kunsteis und städtische Hallenluft gewöhnt, fanden sich mit dem Natureis, der kalten und klaren Gaiser Luft und der ungeheizten Holzkabine nicht so gut zurecht. So war es kein Zufall, dass die Gaiser Junioren bereits nach halber Spielzeit das „Stängeli“ voll hatten. Für beide Mannschaften ein besonderes Erlebnis, noch mal ein Dank an die St. Galler Eisbären mit ihrem kanadischen Trainer Ken Hauer.

Dafür waren wir an der Eispowerparty in St. Gallen eingeladen bei der Hockeyschule by Remo Waser. Mit teilweise etwas uneinheitlicher und ungewöhnlicher Ausrüstung – vom Velo- über Skihelm, Fussball-Schienbeinschoner, Inline-Schützen, verpackt in Kartonschachteln, Kleidersäcken und anderen Plastiksäcken, war alles vorhanden – traten wir mit drei Mannschaften gegen die St. Galler „Profis“ an. Zuerst hatten die Spieler und Coaches des HC Gais etwas Mühe, die Jungs auf der Auswechselbank zu halten und so spielten wir manchmal ungewollt in doppelter Überzahl. Als erste bemerkten es jeweils die zahlreichen Eisbären-Zuschauer, die anscheinend besser auf fünf zählen konnten als die Gaiser Coaches. Sie teilten es uns auch verbal und mit klaren Handzeichen unmissverständlich mit. Aber trotzdem ging es sehr freundschaftlich zu und her und zum Schluss gewannen die Gaiser Eishockeyjunioren mit St. Galler Verstärkung alle drei Spiele. Eine Premiere feierte auch Goalie Simon Knechtle, welcher an diesem Match anstelle der bisherigen wenig puckbeständigen Unihockeymaske eine richtige Eishockeymaske, angeschafft durch die Eisbahn Gais, tragen durfte. Da konnte ja fast kein Puck mehr reingehen ……

Fazit der Saison; die Eisbahn ist nicht mehr aus dem Dorf wegzudenken, Anerkennung im Dorf und in der Region, Schulklassen kommen und gehen, Geheimtipp für nebelgezeichnete Unterländer, sogar viele Besucher aus dem Inneren Land wagen sich über die Kantonsgrenze auf die Eisbahn Gais. Das Credo für das Eisbahnteam ist immer noch das selbe wie vor fünf Jahren, nämlich mit viel Eigenverantwortung, Freude und Begeisterung und ohne möglichst wenig Organisation zusammen mit der Natur eine Eisbahn zu bauen und zu betreiben, auf welcher alle herzlich willkommen sind und sich in der freien Natur bewegen können.

15. Dezember 2009 – Beginn der Eisbahnsaison 2009 / 10. Good news ? 60 neue Matchleibchen mit tollem Design – gestaltet von Andi Bär – gingen weg wie frische Semmel, über 40 Plauscheishockeyspieler im Alter von bis besuchten regelmässig die Trainings am Dienstag und Freitag, insgesamt konnten 16 Trainings in drei Kategorien durchgeführt werden. Zum ersten Mal wurde auch ein Eiskunstlauftraining angeboten, über 20 Mädchen nutzten das Angebot und zeigten unter der fachkundigen Leitung der ehemaligen Spitzenläuferin Sarah Aepli bereits erste Pirouetten. Wiederum ein Höhepunkt der Saison war das Eishockeyturnier am 9. / 10. Januar 2010 mit 52 SpielerInnen. Reto „Frischi“ Frischknecht, ehemaliger Hockeyprofi und Kultspieler bei 14 Vereinen und Hauptdarsteller im Hockeyfilm „Champions“ nahm die Siegerehrung vor. Zum ersten Mal fand zusammen mit dem Turnier ein Puckwerfen statt. Sieger und damit Gewinner eines Einkaufsgutscheines wurde Christian Andraska. Ein weiterer Höhepunkt waren die zwei Spiele gegen den EHC Weissbad, beide Male gewannen die Innerrhödler hauchdünn gegen den HC Gais, eine Neuauflage des Appenzeller Derbys in der nächsten Saison wird sicher folgen, wieso nicht eine Playoff-Serie „Best of five “ um den Appenzellermeister ?

Leider fiel der Soft-Hockeymatch gegen die Kalender-Damen des EHC Weinfelden den warmen Temperaturen zum Opfer, schade, hatte doch Oli Mildner und seine Helfer mit einer sehr hohen Motivation sehr viel Zeit in die Vorbereitung dieses Anlasses investiert. Aber verschoben ist nicht aufgehoben, Bedingung ist einfach, dass der neue Kalender der Hockeydamen auch in der Saison 2010 / 11 das Eisbahncafé etwas erwärmen möge.

Die ganze Saison wurden wir mit kaltem und trockenem Wetter beglückt, ideale Bedingungen für viele Eisläufer, Schulklassen und Vereine. Topfrequenzen während der ganzen Saison mit 53 Betriebstagen. Schlittschuhvermietung mit über 120 Saison-Schlittschuhmieten wurde stark beansprucht.

Ebenfalls ein fester Bestandteil der Eisbahn ist das von Olga Schneider geführte Eisbahncafé, legendär das chili con Carne oder Olgas Gulaschsuppe. Ein Besuch im Eisbahncafé – ein fester Bestandteil der SchlittschuhläuferInnen.

Nach einer weiteren Top-Saison wurde der Eisbahnbetrieb am 16. Februar 2010 eingestellt

…und am 27. November 2010 wurde die Eisbahnsaison 2010/11 eröffnet. Mit einer Rekordzahl an Helfern wurde die Eisbahn am Donnerstag, 25. November 2010 aufgestellt und bereits zwei Tage später konnte der erste Betriebstag verzeichnet werden. Zum ersten Mal kam auch der neue Rapid Euro 3 (16 PS) zum Einsatz, welcher die IG Eisbahn Gais mit Unterstützung der Gemeinde und von Sport-Toto anschaffen konnte (Gesamtinvestition von Fr. 23‘000.–). Ebenfalls sehr früh, am 30.November 2010 konnten die ersten Trainings mit 29 Junioren durchgeführt werden. An diesem Tag nahm ebenfalls die Plauschmannschaft des HC Gais das Training auf.

Keiner zu klein, ein Gaiser Eishockeyspieler zu sein

 Leider zeigte sich dann die Temperaturkurve wie das Appenzellerland, immer rauf und runter. Bereits am 6. Dezember war der erste Wärmeeinbruch zu verzeichnen, die Eisbahn musste geschlossen werden. Am Sonntag, 12. Dezember 2010 wurde die Eisbahn wieder in Betrieb genommen, am 22. Dezember war bereits wieder Tauwetter angesagt, sprich Eisbahn wieder geschlossen, nach den Weihnachten zeigte die Temperaturkurve wieder nach unten, am 27. Dezember wurde der Betrieb wieder aufgenommen, diese Kälteperiode endete leider wieder am 7. Januar 2011 kurz vor dem angesetzten Plauschturnier, dem eigentlichen Saisonhöhepunkt. Dann begann das grosse Hoffen und Bangen, kann das Turnier noch durchgeführt werden? Mit einem grossen Effort des ganzen Eisbahnteam unter der fachmännischen Leitung des erfahrenen Eismeisters Felix Glunk gelang es, bis am Donnerstag, 20. Januar 2011 eine tragfähige Eisschicht herbeizuzaubern. Die Organisatoren wurden dann belohnt. Am 22. / 23. Januar herrschten am Turnier Top-Eis- und Wetterverhältnisse. 57 Plausch-Eishockeyspieler konnten von diesen Verhältnissen profitieren. Es herrschte eine tolle Stimmung. Faire und spannende Spiele auf gutem Niveau wurden sowohl bei den Kinder- als auch den Erwachsenenkategorien durchgeführt, untermalt von fachmännischen Kommentaren und Tipps von Speaker Andi Winkler, welcher völlig überraschend am Schluss im Siegerteam (!) der Gäbris Flyers stand. Übrigens konnte das Turnier mit zwei neuen Toren gespielt werden, gesponsert und erstellt von der Frehner Holzbau AG (Thomas Frehner). Nochmals besten Dank !

Eishockey im Freien, traumhafte Bedingungen am Eishockeyturnier

Sibirische Eishockeylegende Andrej Winklov gibt als Speaker den Turnierteilnehmern wertvolle Ratschläge (mit originaler Bärenfängermütze)

…und endlich, endlich kam es am 28. Januar 2011 zustande, das bereits seit mehreren Jahren unter der Regie von OK-Präsi Oliver Mildner geplante Spiel zwischen den Kalenderdamen des EHC Weinfelden (Nati B Damen) und den strammen Gaiser Plausch-Eishockeyspieler. Und das (Nach-) Spiel hielt, was es versprach. Zu Beginn wurden die Damen in wenig gastfreundlicher Art an die Wand gespielt, nach einer Angewöhnung an das Natureis gewannen die Damen dann aber doch noch mit 18 : 15 Toren. Böse Zungen behaupten, dass sich die Gaiser ab Spielmitte bereits auf das Nachspiel der beiden Mannschaften konzentrierten, dass im Übrigen bei ausgelassener Stimmung unter ständiger Begleitung und Aufsicht des Lokalreporters mk bis weit in die Nacht hinein ging, respektiv solange bis Olgas nicht zu knapp bemessener Bier- und Suppenvorrat zur Neige ging. Jedenfalls wurden die Netzwerke erweitert, sodass einer Revanche in der neuen Saison nichts mehr im Wege steht.

Nur zufriedene Gesichter nach dem Spiel gegen die Damen aus Weinfelden

Die Damen feiern zusammen mit Miss Puck (Olga Schneider) den wichtigen Sieg

Während den Sportferien war die Eisbahn bei guten Bedingungen geöffnet. Leider war dann am 5. Februar 2011 bereits offiziell Saisonschluss, einige vom Eisbahnteam blieben aber hartnäckig und mit fast unmenschlichem Aufwand kam am 23. Februar 2011 ein weiterer anrechenbarer Betriebstag mit zwei Besuchern zustande.

Aktiv war aber das Eisbahn-Team auch auswärts, so wurden zwei Freundschafts-spiele gegen das JJ-Team St. Gallen ausgetragen und gewonnen. Diese Spiele weckten bei vielen Spielern den Appetit auf mehr, HCD wir kommen! … Ein weiterer Saison-Höhepunkt war wieder die Eispower-Party in der Eishalle St. Gallen, zu der unsere Gaiser Junioren vom St. Galler „Mister Eishockey“ Remo Waser wiederum freundlicherweise eingeladen wurden. Toll war, dass uns dabei viele Eltern begleiteten und uns frenetisch anfeuerten. Für die Kinder ein tolles Erlebnis ! Und einige von den alten Hasen (oder besser Eisbären) haben immer noch nicht genug und bereiten sich im Work-Out-Kurs by Remo Waser im April und Mai bereits auf die Saison 11/12 vor….die Fortschritte werden (müssen) sichtbar sein !

Obwohl das Wetter nicht so eisbahnfreundlich war, konnte dank dem grossen Einsatz eines immer grösser werdenden Eisbahn-Teams eine gute Saison verzeichnet werden. Viel Goodwill von der Gemeinde und dem Gewerbe, Anerkennung und Dank von den Benützern, den Eltern und der ganzen Bevölkerung, eine tolle Harmonie und Kameradschaft im Eisbahn-Team, so freuen wir uns bereits wieder auf die Saison 2011/12.

Die Saison 2011 / 12 der Eisbahn Gais war kurz und intensiv, etwas länger war die Saison für die Eishockeyaner des HC Gais. Die Saison beginnt nicht wie üblich auf der Eisbahn, sondern am 9. September 2011 im Restaurant Adler. 20 Eishockeyinteressierte beschlossen an dieser Sitzung, dass eine Plauschmannschaft HC Gais gegründet wird und diese Mannschaft Freundschaftsspiele  gegen andere gleichgesinnte Mannschaften austragen werde.  Zur Vorbereitung auf die erste Saison nahmen 36 HC Gais-Spieler am 12. und 13. November 2011 an einem Trainingsweekend in Flims teil. Fachlich betreut wurde dieses Lager vom Ex-SC-Herisau Spieler Rolf Tanner.  Dabei zeigten sich verschiedene Talente. Ex-Flimser Christian Andraska war zu später Stunde ein gefragter Parkplatzfinder und Zimmerorganisator, auf dem Eis fielen die schnellen jungen Spieler auf, gebremst wurden sie durch gekonnte, aber nicht immer päpstliche Haken der etwas älteren Spielern. Insgesamt ein Super-Trainingsweekend in einer tollen kameradschaftlichen Atmosphäre. Bereits vor dem Trainingslager konnten zwei Freundschaftsspiele gegen Durazell in Herisau und gegen die Black Bulls in Romanshorn ausgetragen werden. In beiden Spielen waren die Gaiser ebenbürtige Gegner, beide Spiele gingen aber knapp verloren. Auch im Dezember wurde viel Eissport betrieben, leider aber aufgrund der Witterungsverhältnisse nicht auf der Eisbahn Gais. Sicher zu erwähnen dabei auch der Adventsmarkt am 3. Dezember 2012, wo die Eisbahn Gais mit einem wunderschön dekorierten Stand nicht nur beste Werbung für die Eisbahn machte, sondern der Stand war bereits vor Marktende völlig leergekauft und es wurde ein toller Gewinn für die Eisbahn Gais erwirtschaftet. An dieser Stelle ein grosses Dankeschön an Lilo Glunk und Morena Mildner als Hauptverantwortliche und Initiantinnen sowie an die weiteren Helfer und Helferinnen, die ich an dieser Stelle nicht namentlich aufführe. Wir werden uns bei diesem Team in einer geeigneten Form noch erkenntlich zeigen.

So war das nächste – und für den Verein Eisbahn Gais das erste –  Highlight die Vereinsgründung am 4. Januar 2012. Die Gründung des Vereins Eisbahn Gais erfolgte in Anwesenheit von 18 Gründungsmitgliedern am 4. Januar 2012. Sämtliche Vermögenswerte der IG Eisbahn Gais wurden in den neuen Verein überführt. Der neu gegründete Verein bezweckt den Betrieb und den Unterhalt der Eisbahn Gaiserau. Der Eissport soll in seiner ganzen Breite gefördert und gepflegt werden. Der HC Gais gilt als integrierender Bestandteil des Vereins Eisbahn Gais. Dem siebenköpfigen Vorstand gehören Hari Walz (Vizepräsident und Aktuar), Thomas Wettach (Kassier), Felix Glunk (Chef Eisbahnbau, Technik), Jochen Schneider (Eisbahnwagen, Technik), Heinz Lendenmann (HC Gais), Stefan Troxler (HC Gais) und  Pius Neuländner (Präsident) an. Revisoren sind Oliver Mildner und Martin Kradolfer.

Auch nach der Vereinsgründung meinte es der Wettergott nicht gut mit den Eisbahn-verantwortlichen. Zu warm und zu feucht war es im Januar – Eisbahn meistens geschlossen. Erst in den Sportferien Ende Januar schlug das Russlandhoch richtig zu und bescherte der Eisbahn Gais bis Ende Februar tolle, fast zu kalte Eisbahnverhältnisse. Die Eisbahn wurde in dieser Zeit denn auch intensiv genutzt, Höhepunkte waren die klar gewonnenen Heimspiele des HC Gais gegen die Black Bulls und die Blue Guards, aber auch die knappe Heim-Niederlage gegen Durazell bei perfekten Eisverhältnissen und prächtiger morgendlicher Bergdorfkulisse war ein Hingucker. Insgesamt führte der HC Gais zwölf Plauschspiele, davon drei Heimspiele, durch, inkl. der Spiele gegen das JJ-Team konnten sieben Siege gefeiert und mussten fünf Niederlagen verarbeitet werden. Es ist aber festzustellen, dass aufgrund einiger guten Transfers, aber auch dank der jungen eigenen Spieler das Niveau immer besser wird. Erfreulich dabei, dass mit Ausnahme der Torhüterposition immer genügend Spieler zur Verfügung standen. Ich hoffe, das bleibt auch in der nächsten Saison so…

Ebenfalls bei besten Eisverhältnissen konnte das Eishockeyturnier am 12./13. Februar 2012 mit 52 Teilnehmern durchgeführt werden. Leider war es saukalt und ein Ausharren der Zuschauer länger als eine Viertelstunde war automatisch mit Erfrierungssymptomen verbunden. Auch wurde die Eisbahn im Februar von den Schulen, Vereinen und Firmen sehr zahlreich genutzt. Unser Hockeynachwuchs besuchte fleissig die angebotenen Trainings. Die älteren davon konnten ihr Können in den zwei Spielen gegen die um 1-2 Jahren jüngeren Moskitos des SC Herisau beweisen. Beide Spiele konnten unsere Jungs mit tollem Kampfgeist und beachtlichem Können für sich entscheiden. Trotz der Niederlage waren aber auch die Herisauer Spieler und Verantwortlichen von der tollen Atmosphäre mit den vielen Zuschauern und den Super-Eisverhältnissen in Gais begeistert. Es war für sie auch das erste Spiel in der Saison 11 /12 ausserhalb der Eishallen in freier Natur…..Erfolgreich waren unsere Jungs übrigens auch am KM-Cup in Herisau. In der Kategorie 4.-6. Klasse gewann der HC Gais das Turnier mit 12 teilnehmenden Mannschaften, in der Kategorie 1.-3. Klasse wurden die Finalspiele unglücklich verloren und man musste sich mit dem 4. Rang begnügen. Abgerundet wurde die Saison des Nachwuchses traditionellerweise mit der Eispowerparty in St. Gallen. Auch hier hielt der Gaiser Nachwuchs mit den lizenzierten Hockeyspielern aus St. Gallen gut mit.

Zum Schluss möchte ich mich noch ganz herzlich bedanken bei unserer Gastronomin Olga Schneider, die mit viel Gastfreundschaft und vollem Einsatz den Eisbahnwagen wiederum erfolgreich führte und unzählige Stunden für unsere Eisbahn einsetzt und opfert.

Ganz herzlich bedanken möchte ich mich auch beim ganzen Eisbahnteam und bei meinen Vorstandkollegen, Unterhalt und Betrieb hängen sehr stark mit dem Wetter und der Natur zusammen, die Einsätze sind deshalb nur sehr bedingt planbar, deshalb schön zu sehen, dass viele Mitglieder im Winter in ihrer Freizeit der Eisbahn eine so grosse Priorität gewähren, ein herzliches Dankeschön auch unseren neuen Hockeyspielern, die das Vater / Sohn-Image der Eisbahn Gais etwas aufgefrischt haben. Allen ein Danke schön!